"Antisemitismuskeule"

Etwas Gegenrede: Den Begriff "Antisemitismuskeule" verwende ich nicht und empfehle, ihn exklusiv Zeitgenossen mit archaischen Denkweisen zu überlassen & zu kritisieren:

Der Begriff ist zu albern für ein ernsthaftes Problem, zumal Kritik an Israel zu häufig mit Antisemitismus einhergeht.
Und zwar derart häufig, dass sich nicht jeder Falschverdacht als "unbegründet" oder verleumdend abtun lässt, sondern zur Klärung veranlassen sollte.
Alles andere wäre auf dem Hintergrund deutscher Geschichte und weltweiten Antisemitismus unseriös.

Überdies lohnt ohnehin Konsequenz ziehende Überlegung, ob es der Menschheit an Polemik fehlt oder an Verständigung.

Liebe B., zwischen "überdeutlich" und "platt" sollten wir streng unterscheiden, denn wenn "platt" Alltag wird, kann Vernunft nur verlieren.
"Plakativ" hingegen sollten wir können, denn auch "Unplattes"/Kompliziertes muss anschaulich sein.
Mal gezeigt am Begriff "Antisemitismuskeule": Wenn dieser Begriff überhaupt Realitätsbezug hat, dann in Gegenrichtung zum unbedachten Sprachgebrauch. Und zwar 6-millionenfach.

@A..., wer unzutreffenden Antisemitismusvorwürfen begegnen will, überzeugt nicht mit Redewendungen, die von Antisemiten in Umlauf gebracht wurden.
Noch perverser "Auschwitzkeule" und auch "Nazikeule", denn wem die Nazi-Vorlieben für Baseballschläger bewusst wäre, assoziiert Keulen anders.

Markus S. Rabanus 2017-12-08  (Facebook-Diskussion)

 

2017-12 >> Zu den antiisraelischen Ausschreitungen in Berlin

 

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