Das Leben NEBEN den Verbrechen war im 
Faschismus für die meisten "ganz normal".


Die jüdische Mitschülerin war plötzlich weg. 

Als die Synagogen brannten, saßen wir zu Tisch.

Nicht schrecklich genug für die meisten, 
für die es erst dann schrecklich wurde, 
als die Bomben auf deutsche Städte fielen. 

 

Meine Mutter wachte auf mitten in der Nacht 1943, als sie ihren ersten Mann verlor, den leitenden Ingenieur und Offizier des U-Boots mit der Nummer "456".  Ihr war, als würde er im Zimmer stehen und sagen: "Du musst jetzt tapfer sein." 
Tage später hielt sie den Orden und die Nachricht in der Hand, dass es nicht wieder nur ein Alptraum von vielen war. Witwe mit 21 Jahren, schwanger mit meinem ältesten Bruder.

 

"das Boot ist bereit" für die letzte "Feindfahrt"

auf dem Foto L. Nerlich und Teichert   >> U-Boot 456

Reichspogromnacht
dokumentiert vom Deutschen Historischen Museum

meine Familie       Mutter spielt Klavier