Karl Popper, 28.07.1902 Wien - 17.09.1994 London, Philosoph
Hauptwerk: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, 1945
Verfasst am: 15.10.2004 23:28 Titel: Popper | |||||||||
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Der Unterschied könnte kaum gewaltiger sein. Das Glück oder Pech ist nur, dass wir es ihn im Moment noch soo wenig in den Genen sehen. Sobald wir ihn kennen und politisch-moralisch kein Kraut gegen solches Treiben gewachsen ist, werden wir solch Abstand verringern, denn den Aktionär schert sich soo wenig, woraus die Dividende ist - und teilt und teilt, was nur geht, aber nicht mit den Menschen.
Stimmt, das bringt einem einige Dimensionen in Relationen und mehr ins Verstandeslicht, aber wieder auch die Gefahr irrtümlicher Geringschätzigkeiten. - Aber klar: ich bin für solche Vergleiche.
Solche Zurechtweisung ist okay, denn wenn ich Popper schief komme, dann sind es meine Altlasten, beruhend auf oberflächlicher Beschäftigung und parteilicher Ablehnung ebenso. Doch bei aller Hochachtung lohnt dennoch der Abstand und ist auch von ihm so viel besser verlangt als in meinem Konkurs gefallenen Sozialismus: der Widerspruch und nicht nur die Rede davon oder nur Widerspruchspraxis im Schema der Machtkonkurrenz. Obendrauf: Nicht das ist schon wahr, was die Kritik aushält, sondern fair aus ihr nachlegen kann, aber auch das ist Popper nicht fremd, sucht seinesgleichen in der Moderne und findet sich doch in buddhistischen und anderen Weisheiten, die uns fremder +/- vergessener sind.
Das hoffe ich im Interesse von Dir und Popper nicht, denn Ihr beide solltet eher "staunen" als "wundern", ansonsten treibt es Euch ins widerwillentlich Religiöse. - In eigenen Angelegenheiten hab ich mich nicht so, denn mir fehlt es diesbezüglich an Gewissheit in die Notwendigkeit solcher Gewissheit: existiert Gott, so scheint er anders, existiert er nicht, so mag der Tod tot sein. Und Bange machen die vielen schlechten Theologen und Ideologen, wenn sie ihre Götter und Gottlosigkeit anderen verpletten, wenn bzw. weil sie den Pluralismus als Widerspruch zu ihrer Wahrheit nicht ertragen. Grüße von Sven |