Verhandlungsfrieden

Die Grenzen zwischen Geheimdienst und Geheimdiplomatie sind fließend, tödlich verminter Morast.
Nur möchte in Wahrnehmung dessen keinen Fatalismus, sondern eine offensive Haltung des breiten Forderns nach einem Verhandlungsfrieden anstelle der militärischen Entscheidungssuche.

Blöde ist, wer sich trotz aller Trümmer von den Gewalttätern besser vertreten sieht. Das sind nicht wenige.

Andererseits wurden viele Dörfer zerstört, wenn sie dagegen protestieren, Stützpunkte von türkischer Armee oder PKK zu sein. Dann müssen sie sich fügen. Sonst gelten sie als "Verräter" oder "Terroristen". Seit Jahrzehnten.

Darum darf der versäumte Friedenskampf nicht den Menschen in den Kriegsgebieten angelastet werden, sondern muss Sache vor allem in den sicheren Gebieten sein - und zwar gegen alle Gewaltseiten gleichzeitig, um die Menschen in den umkämpften Gebieten vor der Vereinnahmung, Erpressung, Ermordung zu schützen.

Man muss verdeutlichen, dass ein Frieden, der auf militärischen Siegen basieren will, kein wirklicher Frieden sein kann, auch wenn ein Kapitulationsdokument nach Ablauf erster Siegeseuphorie meist "Friedensregelung" oder sogar "Friedensvertrag" genannt wird, als hätten sich welche aus freiem Willen geeinigt.

Wirkliche Friedensregelungen sind ausschließlich solche, die entweder aus erpressungsfreien Verhandlungen oder aus unparteiischer Rechtsfindung resultieren = eigentlich klar, aber 1. durch das verlogene und gegenseitige Verteidigungsgesülze der Gewalttäter verschleiert, 2. durch die unzureichend entwickelte UNO wie ein "Luftschloss" erscheinend.

Grüße von Sven200608     >> DISKUSSION

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