Was ist Fatalismus ?

Fatalismus ist zum Beispiel,  wenn Du nicht versuchst,
Dir diese Frage zu beantworten,  weil Du annimmst,
dass Dir nichts dazu einfällt.  

Und prompt behältst Du recht :-) ! 

Das Fatale am Fatalismus ist also,  dass er die Folge
eigener Untätigkeit ist.
  msr

Fatalismus aus dem lateinischen  "fatalis" = vom Schicksal bestimmt

Auffassung, nach der sich alle Geschehnisse in gesetzmäßigem und/oder unbeeinflussbarem Verlauf befinden: "Es kommt, wie es kommt."

Fatalismus ist Verantwortungslosigkeit                                 
mittels Behauptung der Unmöglichkeit.
   sven

Yussef hat folgendes geschrieben:
Verzeih wenn ich deinen Optimismus nicht teilen kann, ...

Fatalismus sieht sich dem Fluss verbunden und ist so lange bequemer, bis das Boot an die Stromschnelle kommt.

Zudem sehe ich mich dem Strom nicht als Gegner, sondern möchte ihn sicher queren, flussaufwärts, flussabwärts schiffbar machen. Mal auch neben dem Wasserfall. Das ist viel Arbeit = Plan und Bau.

Lb. Grüße von Sven  200608  Kontext >> Pazifismus

GESUNDER FATALISMUS scheint allerdings auch mir angebracht, denn nichts von allem, was uns gefährdet und unzureichend angegangen wird, darf verrückt machen. Markus S. Rabanus20161220

"Gesunder Fatalismus" ist Formulierung von Angstforscher Prof. Borwin Bandelow im Interview v. 20.12.2016

 

der Glaube an das Böse in der Politik 
 
von Redaktion am 10.Mar.2003 22:20 

Hallo TP,

wichtiger als das Votum von 5 Leuten in diesem Forum und 500.000 Voten der Demonstration von Berlin ist, dass nun zwei Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat von ihrem Rechtsgestaltungsrecht Gebrauch machen werden und einem Militärschlag die Legitimation vorenthalten.

Die Unmaßgeblichkeit von Websites und Demonstrationen in solchen Dingen ist nicht nur unbestreitbar, sondern entspricht auch meinem Demokratieverständnis. Ohne solche Meinungsäußerung und Demonstrationen würden sich indes Demokratien schwer tun, noch demokratisch zu sein.

Du musst mir auch zugeben, dass ich meine Friedensforderung bewusst mit "Hirngespinst" titelte, denn mir ist die Tragweite einer solchen Forderung längst nicht hinreichend deutlich.

Zur Durchsetzbarkeit: Realitätssinn kann nicht bedeuten, sich mit Realitäten abzufinden, wenn sie sich positiv ändern lassen. Ein Realismus, der sich diese Option nicht wahrt, nennt sich Fatalismus. = Gar nicht mein Ding. :-)

Du schreibst zurecht: "... wer sollte ein Interesse daran haben für viel, viel Geld Flottenverbände aufzustellen und zu unterhalten, um sie wieder aus der Hand zu geben und der UNO zu übereignen? ... Interesse an internationalisierten Flotten können nur Staaten haben, die keine nennenswerte Flotte besitzen."

So ist es.

Aber mit keiner demokratischen Entwicklung wäre es jemals anders gewesen: die Mächtigen waren nur selten Förderer der Demokratie, sondern gaben allenfalls demokratischen Forderungen nach, die sich seitens der "Schwachen" gegen die "Starken" artikulierten und formierten.

Es ist sicherlich meinen Kommentaren anzumerken, dass mir inzwischen fraglos wurde, dass sich Bush durch nichts und niemanden aufhalten lassen wird.
Aber mindestens das muss in einem solchen Prozess auch deutlich werden. Und es muss überlegt werden, was (sicherheits-)politisch zu tun ist, damit sich das nicht danach gegen den Iran wiederholt und die übrige Welt aufbauen muss, was US-Politik hinterlässt, wenn sie von "Sieg" zu "Sieg" zieht.

Es gibt keine Alternative zur Diplomatie, die sich allerdings als Gegenstrom formieren muss,

es gibt keine Alternative zu Überlegungen, wie die UN zur Durchsetzung des Völkerrechts befähigt werden kann, wenn man nationale Selbstjustiz verhindern will.

Soweit ist das heute klarer denn je. Und Schlussfolgerungen dazu werden falsifiziert oder substantiiert. Wir werden sehen.

Grüße von Sven

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