Chemiewaffen
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Für Chemiewaffen sollten zunächst UN-Kontrollrechte eingeräumt werden, um sie dann im Rahmen internationaler Abkommen konsequent aus der Welt zu schaffen. 

Bislang gibt es für Chemiewaffen wieder nur ein mitgliedschaftliches System, das auf Freiwilligkeit beruht: 
http://www.opcw.org/  

Ausnahmsweise scheint es zu genügen, denn bis zum Jahr 2012 sollen die Bestände der Unterzeichnerstaaten zerstört sein.

Problematisch wird hingegen noch, dass die Kosten der Beseitigung von irrsinniger Höhe sein sollen. So bat Russland schon im Zeitpunkt seiner Vertragsunterzeichnung um westliche Finanzhilfen für die geschätzte Größenordnung von 7 bis 11 Mrd. Euro. Allein Russland hat einen C-Waffen-Bestand von über 40.000 Tonnen.

Noch teurer soll es in den USA werden, obwohl der dortige C-Waffen-Bestand mit ca. 32.000 Tonnen kleiner ist als in Russland.  Aber die Kosten werden auf 17 bis 23 Mrd. Euro geschätzt.

Banale Schlussfolgerung: Waffen sind nicht nur teuer in der Herstellung, sondern auch teuer in der Beseitigung, aber wären am teuersten in ihrer Anwendung. Deshalb sollte man schon ihre Herstellung einsparen.  

Markus Rabanus200310

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