Friedensordnung

Was bedeutet Friedensordnung und worauf beruht sie?

Zum Beispiel in Europa. Nun, nicht überall in Europa herrscht Frieden. Erst vor wenigen Jahren gab es einen heftigen Krieg gegen Serbien, aber dennoch ist die These richtig, dass Europa erstmals weitgehend zur Waffenruhe kam und sogar darüber hinaus mit der EU politische Einigkeit entwickelt. 
Unwichtiger als je zuvor wurde für diesen Frieden die militärische Stärke der einzelnen Staaten, weil immer mehr ziviles RECHT und ziviler Verkehr das Zusammenwirken fördert und stabilisiert. 
Schon das Erreichte ist gut und Vorbild für das, was wir auch weltweit brauchen, denn es liegt keine Verlässlichkeit darin, sich Europa als Insel des Friedens vorzustellen, weil die Welt, ob man will oder nicht, sich nicht durch Grenzen hermetisch trennen lässt und solche Vorstellung ohnehin perverses und perfides Weltbild wäre, denn niemand kann aus allen Gebieten der Welt die Vorteile ziehen, ohne sich auch mitverantwortlich zu machen für Probleme weltweit. Und verlogen wäre eine antiglobale Weltsicht obendrein, denn sie liefe auf Interventionen, meist also Kriege hinaus, weil sich der "friedliche Westen" niemals damit abfinden würde, wenn in anderen Weltteilen Mächte entstehen, die dem Westen zur Bedrohung werden könnten. 

Zwei Konzepte der globalen Sicherheitspolitik konkurrieren:

1. Das eine Sicherheitskonzept versucht, den Sicherheitsrisiken durch eine Politik der Übermacht beizukommen. >> Vor allem die USA setzen auf das Konzept "Supermacht", versuchen also durch waffentechnische Überlegenheit und Interventionen die Welt zu befrieden. 

2. Das andere Sicherheitskonzept versucht, den Sicherheitsrisiken durch die Weiterentwicklung des Völkerrechts und durch Schaffung von Institutionen ein System der globalen und kollektiven Sicherheit aufzubauen. >> UNO, IStGH, ... also ein System mit globalem Gewaltmonopol und der Gewaltenteilung.

Die Probleme beider Sicherheitskonzepte liegen auf der Hand, denn weder schaffen die USA die Befriedung der Welt, sondern militärische Überlegenheit schüren allenfalls den Terrorismus - und das Konzept der kollektiven Sicherheit leidet darunter, dass die USA als wichtigste Macht dieses Konzept nicht unterstützen, sondern nur um die eigenen Supermachtmöglichkeiten fürchten, wodurch sich dann auch andere Staaten dem Druck der auf kollektive Sicherheit drängenden Kräfte leichter und begründeter entziehen können, denn so lange die USA nicht mitziehen, kann auch jeder sonstige Staat sagen: "Was die USA nicht müssen, brauchen auch wir nicht zu tun." 

Der Weg in ein auf Gleichberechtigung aller MENSCHEN (nicht Staaten!) orientiertes System globaler und kollektiver Sicherheit ist alternativlos. 

"Geht nicht, illusorisch, ..."

So pfeift es aus Politikermund und den Schnäbeln der vielen, vielen Dummen. 

Aber machbar ist doch. Allerdings:

1. Man muss es wollen - und Politiker wollen es nicht, wenn kein Druck von den Wählern kommt, denn sie verzichten nicht von sich aus auf die MACHT, derer sie sich mit dem Militär glauben;

2. Man muss es tun - und also beginnen, denn nichts ist an einem Tage perfekt, sondern braucht Plan und Streit und Entwicklung. 

sven200909

>> UNO-Pazifismus

Weltkonvent = Reformforderungen an die Vereinten Nationen

Weltinnenpolitik

Frieden    Dialog-Lexikon

 

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Der Verstand muss schärfer sein als alle Munition.